Wir haben das berühmte Schloss Neuschwanstein mit einer Botschaft an die #COP27 versehen: „No More Fairytales – #ClimateJustice Now!“ („Schluss mit Märchen – Klimagerechtigkeit jetzt!“)

Ihr wollt wissen, wen wir damit aus dem Dornröschenschlaf wecken wollen?

„Die erste Klimakonferenz fand 1979 statt und seitdem haben wir 26 mal schöne Versprechungen gehört. Diese haben sich aber als Märchen herausgestellt: Die Treibhausgasemissionen haben sich seither vervielfacht und wir überschreiten zahlreiche weitere planetare Grenzen. Es ist höchste Zeit für Taten. Dabei geht es auch um soziale und globale Gerechtigkeit: Denn die Menschen, die am wenigsten zur Klimakrise beigetragen haben, leiden am meisten darunter. Wir fordern die Regierungen des Globalen Nordens auf, ihre Klimaschulden beim Globalen Süden zu bezahlen!“

Hannah Fischer, KoalaKollektiv


Dabei geht es auch um soziale und globale Gerechtigkeit: Denn die Menschen, die am wenigsten zur Klimakrise beigetragen haben, leiden am meisten darunter. Wir fordern die Regierungen des Globalen Nordens auf, ihre Klimaschulden beim Globalen Süden zu bezahlen!


Der Globale Süden ist historisch für nur 8% der Klimakrise verantwortlich, trägt aber die große Mehrheit der Kosten und Todesopfer. Doch statt gemeinsam mit besonders betroffenen Menschen zukunftsfähige Lösungen zu entwickeln, werden verschuldete Länder wie Mosambik od. Argentinien von Institutionen wie dem Internationalen Währungsfonds oder der Weltbank zur Nutzung fossiler Energien gezwungen, um Zahlungen begleichen zu können.

„Die Regierungsvertreterinnen treffen sich zur COP27 erneut auf dem Rücken ihrer Bevölkerungen und des Planeten. Die Jahrzehnte der Scheinheiligkeit gehen weiter. Während die wissenschaftlichen Prognosen erdrückend sind und der Bericht des Weltklimarats Kolonialismus endlich als einen zentralen Treiber der Klimakrise anerkennt, wird das Gipfeltreffen keine entscheidenden Schritte machen, die den Status Quo der kolonialen Interessen und des fossilen Kapitals wirklich bedrohen könnten. Daher muss der wirkliche Wandel von unten kommen: Wir müssen dringend wirksame Macht aufbauen, indem wir Arbeiterinnen-, Indigenen- und Klimabewegung in nie dagewesener Form zusammenbringen. So können wir die Politik dazu bringen, endlich aktiv zu werden!“

Esteban Servat von Debt for Climate

Warum #Neuschwanstein als Kulisse für unsere Forderung nach einer klimagerechten Welt? Das Schloss steht für Deutschland, für den Globalen Norden, für Macht und für weltfremde Träumereien zu Lasten der Bevölkerung.


Schloss Neuschwanstein ist außerdem ein Symbol für Dekadenz und Überkonsum. 100 multinationale Konzerne sind für mehr als 70 % der globalen industriellen Emissionen verantwortlich. An ihrem Profit klebt das Blut der Opfer von Überschwemmungen und Dürrekatastrophen.

Umso grotesker ist es, dass deren Lobbyist*innen zu den größten Delegationen der #COP27 gehören.

Aber wir lassen uns keine Märchen mehr erzählen!
Wir fordern die Entscheidungsträger*innen der #COP27 auf, der Zerstörung unserer Lebensgrundlagen Einhalt zu gebieten.


Denn: Wenn wir auch nur eine Fifty-fifty-Chance haben wollen, unter der 1,5-Grad-Marke zu bleiben, müssten fast 90 Prozent der weltweiten Kohlereserven und fast 60 Prozent des Erdöls und des Erdgases in der Erde bleiben.

Ein Weiter-So bedeutet immer härtere Katastrophen für Milliarden Menschen weltweit: https://interaktiv.morgenpost.de/klimawandel-hitze-meeresspiegel-wassermangel-stuerme-unbewohnbar/

Die notwendigen Änderungen müssen tiefgreifend und werden für einige von uns unbequem sein. Aber eine sozial-ökologische Transformation bietet gleichzeitig die Chance für mehr Gerechtigkeit und mehr Lebensqualität!


Du willst mehr über die Entschuldung des Globalen Südens wissen? Dann nimm an unserer KlimaKneipe am 28. November vor Ort oder online teil. Zu Gast sind Esteban Servat und Louise Wagner von Debt for Climate.