Angesichts der Corona-Pandemie hat das KoalaKollektiv zusammengelegt, um in Frankfurt und weltweit einen kleinen Beitrag zum Umgang mit der Krise zu leisten.

Warum Club Voltaire und medico international?
Ab März hätten unsere regelmäßigen Klimakneipen im Club Voltaire stattgefunden. Stattdessen sitzen wir notgedrungen in unseren Wohnzimmern und der Club Voltaire hat keine Einnahmen mehr. Die Festangestellten erhalten Kurzarbeitergeld – dies bedeutet Lohneinbußen von mindestens 40 Prozent, Ausfall an Trinkgeld nicht mitgerechnet. Die studentischen und die auf 450-Euro-Basis angestellten Mitarbeitenden bekommen vom Staat oder der Job-Agentur gar keine Unterstützung. Der Club Voltaire ist nicht in der Lage, diese Lohneinbußen aufzufangen.
Seit 1962 ist der gemeinnützige Verein ein Ort für Gegenöffentlichkeit, bietet Information und Aufklärung als Voraussetzung für Emanzipation und Veränderung. Er ist ein Raum für alternative Kunst und Kultur und für Zusammensein ohne Diskriminierung. Gerne möchten wir als KoalaKollektiv dazu beitragen, dass dieser besondere Ort in Frankfurt erhalten bleibt und wir – sobald es wieder möglich ist – weitere Klimakneipen im Club Voltaire veranstalten können.


Als Klimagerechtigkeitsgruppe wollen wir jedoch nicht nur nach Deutschland schauen. In Ländern des globalen Südens sowie in Flüchtlingslagern an Europas Grenzen stehen die Menschen vor noch viel existentielleren Sorgen. Die Gesundheitsversorgung ist schon ohne Corona unzureichend, die hygienischen Bedingungen oft schwierig und eine soziale Absicherung kaum vorhanden. medico international setzt sich gemeinsam mit vielen lokalen Partnerorganisationen und -initiativen für eine strukturelle Verbesserung dieser Umstände ein, für die wir im globalen Norden mitverantwortlich sind. „Die medico-Partnerorganisationen in aller Welt brauchen jetzt Solidarität und umgehende Unterstützung bei flächendeckenden Präventionsmaßnahmen, bei der Bereitstellung von Schutzausstattung und in ihrem politischen Kampf gegen Armut und krankmachende Verhältnisse sowie für das Recht auf ein gesundes und gutes Leben“ (Spendenaufruf medico international). Wir möchten medico international dabei mit unserer gemeinsamen Spende unterstützen und damit ein kleines Zeichen für globale Solidarität setzen.