21. Oktober 2020

Flammender Protest gegen die Geldpolitik der EZB

Tagtäglich befeuert die Europäische Zentralbank (EZB) die Klimakrise, indem sie Milliarden an treibhausgasintensive Industrien fließen lässt. In den frühen Morgenstunden des 21.10.2020 war dies in Frankfurt bildlich zu sehen.

Die brennende Erde ist ein Zeichen an die EZB: Wir nehmen nicht länger hin, dass ihr die Zerstörung unserer Lebensgrundlagen vorantreibt!

Unsere Aktion fand am selben Tag wie eine Veranstaltung mit EZB-Präsidentin Christine Lagarde und Chefvolkswirt Philip R. Lane statt, auf der zivilgesellschaftliche Organisationen zu einem virtuellen Meinungsaustausch eingeladen waren. Diese Veranstaltung war Teil des „ECB Listens“-Prozesses („EZB hört zu“), bei dem Bürgerinnen und Bürger aufgerufen wurden, ihre Meinung zur geldpolitischen Strategie der Zentralbank mitzuteilen.

Wir vom KoalaKollektiv wollten unsere Meinung jedoch nicht nur schriftlich im Beteiligungsportal einreichen. Denn die Lage ist ernst. Bereits jetzt mehren sich weltweit Dürrekatastrophen, Stürme und Überschwermmungen. Gefährliche Kipppunkte, die zu einer Beschleunigung der Klimakrise führen würden, könnten bereits in den nächsten Jahren überschritten werden.

Präsidentin Christine Lagarde beteuert regelmäßig, für Klimaschutz zu stehen. Doch bisher sind ihren Lippenbekenntnissen keine Taten gefolgt.

Wir verlangen von der EZB, JETZT zu handeln, um weitere humanitäre Katastrophen als Folge des Klimawandels zu verhindern.

Damit stehen wir nicht alleine da: 150.000 Menschen haben eine Petition von 350.org, SumOfUs und ReclaimFinance unterschrieben, die die EZB auffordert, kein Geld mehr an klimaschädliche Unternehmen zu geben.

ECB, listen to us! Respect the Paris Agreement!

Ihr wollt mehr wissen? Auf unserer Unterseite zur EZB findet ihr Hintergrundinformationen zu den schmutzigen Geschäften der Zentralbank, ein eindrückliches Video sowie unsere Forderungen im Detail.

UPDATE: Unsere Aktion zog weitere Kreise in den Medien. Es berichteten Deutschlandfunk, Tagesschau.de, Hessenschau.de, Bloomberg, die Tageszeitungen Frankfurter Rundschau, Frankfurter Allgemeine Zeitung, Süddeutsche Zeitung, Reuters, dpa sowie die französische Tageszeitung „Le monde“.

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