Im Rahmen der Aktionstage „Aufstand mit Abstand“ der Gruppe „Zucker im Tank“ haben wir eine Aktion am Heizkraftwerk West gemacht. Der Hintergrund:

Die Verkehrsgesellschaft Frankfurt (VGF), die den öffentlichen Nahverkehr in Frankfurt durchführt, fährt heute mit dreckigem Steinkohlestrom aus dem Heizkraftwerk West (HKW West). Dabei nutzte die VGF in der Vergangenheit bereits Ökostrom. Was ist da los?

Von 2011 bis 2014 bezog die VGF Ökostrom der Mainova. Da es günstiger war, beschloss die VGF, fortan einen Pachtvertrag über einen Teil des HKW West abzuschließen.

Statt Strom aus erneuerbaren Energien zu beziehen, entschied man sich aus wirtschaftlichen Gründen für die besonders klimaschädliche #Steinkohle. Die CO2-Emissionen haben sich dadurch fast vervierfacht!

Insgesamt wurden durch den Rückschritt auf fossilen Strom seitdem soviel CO2 ausgestoßen, wie 46.871.207 Mittelklassewagen bei einer einstündigen Fahrt verursachen!

Wir haben am HKW West illustriert, wieviel zusätzliches CO2 durch den Umstieg auf fossilen Strom freigesetzt wurde.

Verkehrsdezernent Oesterling hatte zwar immer wieder betont, dass der Pachtvertrag Ende 2019 auslaufen und eine ökologisch nachhaltige Lösung gefunden werden solle. Die Stadtregierung entschied sich jedoch anders. Verantworlich sind die Parteien CDU, SPD und sogar die Grünen!

Die Umstellung auf eine etwas klimafreundlichere Variante ist erst wieder ab 2023 vorgesehen, wenn das HKW West schrittweise auf Gasbetrieb umstellt.

Möglich wäre es, schon Ende 2020 umzusteigen. Daher fordern wir von der VGF und der Stadtregierung: Kündigen Sie den Pachtvertrag und sorgen Sie in Zeiten der Klimakrise dafür, dass der Personennahverkehr in Frankfurt so CO2-arm wie möglich ist!

Auch Strom aus Gas ist keine Lösung. Denn wir haben keine Zeit zu verlieren!