„Seid ihr es auch so leid, immer zu verlieren?“
So beginnt Martin Oetting – sinngemäß – eines seiner YouTube Videos. Der Marketingprofi hat lange für kapitalistische Unternehmen gearbeitet. Eine Auszeit und gesellschaftliche Entwicklungen wie der erste Amtsantritt von Donald Trump gaben ihm aber so zu denken, dass er seine Agenda völlig geändert hat. Er fing an, sich mit Kapitalismuskritik zu beschäftigen, erstellte Blogbeiträge und Videos darüber. Oettings aktuelles Projekt ist der Aufbau einer Graswurzelbewegung, um einen Wirtschaftswandel herbeizuführen, der soziale Gerechtigkeit und den Schutz unserer Lebensgrundlagen in den Mittelpunkt stellt.
„Wir machen den Planeten kaputt, damit die Reichen immer reicher werden und nennen das dann Wirtschaftswachstum. Wir brauchen eine Wirtschaft, die im 21. Jahrhundert funktioniert – und die uns allen und dem Planeten dient, anstatt anders herum“, Martin Oetting.
Martin Oetting plädiert für eine Veränderung von Sprache und Symbolik bei Klimabewegungen, bei Menschen, die sich für soziale Gerechtigkeit einsetzen und anderen, die für eine bessere Welt kämpfen. Die alte Sprache und die Formen des Protests sind verbraucht, sie funktionieren nicht mehr; sie animieren nicht mehr die Unentschlossenen zum Handeln sondern dienen den Gegner:innen jeder Veränderung als Zielscheibe.
„Unser Marketing muss 16 Mal besser sein als das der anderen“, Martin Oetting.
Das heißt: die Bewegungen brauchen eine neue Sprache, eine neue Symbolik und neue Protestformen. Und dazu gehört auch die Frage, wie sie wirken wollen: als die immer guten, aber erfolglosen Menschen, oder als die, die die Macht wollen, um Veränderungen herbeizuführen. Die KlimaKneipe fragte: welche Strategien sind da hilfreich? Wie sind Kräfte zu vereinen? Damit wir endlich nicht mehr verlieren.
Du hast die KlimaKneipe verpasst? Kein Problem, schau dir unseren Live-Mitschnitt an:
Die KlimaKneipe mit Martin Oetting organisierten wir gemeinsam mit dem Verein zur Förderung von Klimagerechtigkeit e.V. Die Veranstaltung fand im Rahmen der World Design Capital Frankfurt RheinMain 2026 (WDC) statt.
Mehr von Martin Oetting: https://www.youtube.com/@MartinOetting


