Am 13.5.2020 protestierten wir gemeinsam mit unseren Freund:innen von urgewald e.V. anlässlich der Hauptversammlung der Commerzbank vor der Zentrale der Bank. Ziel war die Geschäftspolitik, die sich zwar den Schein gibt, Klimaschutz zu berücksichtigen, in Wirklichkeit jedoch ein doppeltes Spiel offenbart: Geschäfte mit der fossilen Industrie und sogar mit Rüstungsunternehmen finden weiterhin statt.

Das steckt dahinter:

Die Commerzbank AG brüstet sich gerne damit zu den Erstunterzeichnern der Principales for Responsible Banking der UN zu gehören. Doch ihre Geschäftspolitik ist nicht mit den Pariser Klimazielen vereinbar und somit #greenwashing.
Die Coba ist die 4. größte Bank Deutschlands und hat seit Abschluss des internationalen Pariser Klimaabkommens 10 Millarden USD in fossile Energien investiert !


Zu ihren Kunden gehört unter anderem die RWE, Europas größter CO2-Emittent und führender Braunkohleabbauer, der unter anderem für die Tagebauten #Garzweiler und #Hambach verantwortlich ist und immer noch Kohleminen ausbaut (Quelle)
Außerdem gehört Uniper zu ihren Kunden. Uniper ist unter anderem für Datteln4 verantwortlich, dem Steinkohlekraftwerk, das trotz beschlossenem Kohleausstieg im Sommer dieses Jahres in Betrieb genommen werden soll.


TAURON Polska Energia gehört zu den Kunden der Coba-Tochter mBank Polska. Ihr Strommix besteht zu 75% aus Kohle und sie bauen immer noch neue Kohlekraftwerke und erschließen neue Minen.
Weitere klimaschädliche Firmen mit denen die Commerzbank Geschäftsbeziehungen pflegt findet man auf der CoalExitList von Urgewald. Eine detaillierte Analyse der klimaschädlichsten Banken findet sich hier (pdf)

Zwar hat die Coba Kohlerichtlinien eingeführt. Diese sind nur leider unzureichend, um bis 2030 europaweit aus der Kohle auszusteigen (was erreicht sein muss, um die Pariser Klimaerklärung einzuhalten (pdf)).

Coba-CEO Martin #Zielke gibt sich gerne grün: „Gerade beim Thema Sustainable Finance möchten wir in Zusammenarbeit mit unseren Kunden den sozialen und ökologischen Aspekten sowie den Grundsätzen einer guten Unternehmensführung den entsprechenden Raum geben.“ (Quelle)

Da die schönen Worte nicht mit dem Kerngeschäft übereinstimmen, fordern wir von der Commerzbank: Lasst Taten folgen!

Dass die Geschäftspolitik der Commerzbank zu einem echten Reputationsrisiko wird, zeigt dieser Reuters-Bericht über die Hauptversammlung, in dem unser Protest 2/3 des Beitrags einnimmt

Weiterführende Informationen:

https://urgewald.org/commerzbank (Hier auch Informationen über die Geschäfte mit Rüstungsunternehmen)

Sehenswertes Webinar von Urgewald: