Aktion zur Rettung des Dannenröder Waldes am 20.06.2020 von 12-15 Uhr am Bornheimer Uhrtürmchen

„Naturräume statt Betonräume!“

Unter diesem Motto haben die Besetzerinnen und Besetzer des Dannenröder Waldes zu bundesweiten Aktionstagen am kommenden Wochenende aufgerufen. Anlass ist die Verhandlung des Bundesverwaltungsgerichts in Leipzig über die Klage des BUND über den Ausbau der A49 und damit über die Zerstörung des Dannenröder Waldes. Das Frankfurter KoalaKollektiv beteiligt sich am Samstag, 20.06.2020 von 12-15 Uhr mit einer Aktion am Bornheimer Uhrtürmchen.

Ein Wald aus dürren Christbäumen bietet Passantinnen und Passanten einen Blickfang. Infoschilder zeigen auf, worum es geht: Die geplante A 49, die von Kassel nach Süden mit Anschluss an die A5 verlaufen soll, gefährdet sowohl den Dannenröder Forst als auch den nahegelegenen Herrenwald. Bei beiden Wäldern handelt es sich um geschützte Flora-Fauna-Habitate mit selten gewordenen Tierarten. Außerdem befindet sich im Dannenröder Wald ein Trinkwasserschutzgebiet, das auch als Wasserreservoir für das Rhein-Main-Gebiet fungiert und mehr als 500.000 Menschen mit Wasser versorgt.
Darüber hinaus läuft es allen Klimaschutzzielen zuwider, kohlenstoffdioxidspeichernde Bäume dem Ausbau einer Autobahn zu opfern. Die Auswirkungen des Klimawandels sind bereits spürbar – zum Beispiel in Form von Hitzerekorden und langanhaltender Trockenheit. Angesichts dessen fordert das KoalaKollektiv eine Mobilitätswende hin zu umweltschonenden und sozial gerechten Konzepten. Konkret bedeutet das Investitionen in öffentliche Verkehrsmittel und Radwege sowie die Verlegung des Güterverkehrs auf die Schiene.

„Wir lehnen ab, dass im Namen von Wirtschaftlichkeit  die Zerstörung unserer Lebensgrundlagen vorangetrieben wird. Autobahnen sind längst nicht mehr wirtschaftlich. Der Weiterbau der A49 muss gestoppt werden! Alternativvorschläge liegen vor!“, so eine Aktivistin des KoalaKollektivs.

Ein Mensch aus der Besetzung des Dannenröder Waldes: „Wir müssen uns damit auseinandersetzen, wie eine echte Mobilitätswende aussehen kann. Eins ist klar; es ist höchste Zeit, radikal zu handeln, um dem Klimawandel zu begegnen, allen Menschen Zugang zu Wasser zu gewährleisten und eine gerechte Mobilität zu erschaffen. Dafür braucht es weniger Autobahnen und mehr Wälder.“

Hintergrund:
Das KoalaKollektiv ist eine Frankfurter Klimagerechtigkeitsgruppe, die sich im Januar 2020 gegründet hat. Anfang Mai protestierte die Gruppe beispielsweise mit eindrücklichen Performances anlässlich der Hauptversammlungen der Commerzbank (https://koalakollektiv.de/unsere-aktion-bei-der-commerzbank-das-steckt-dahinter/) und der Deutschen Bank (https://koalakollektiv.de/deutsche-bank-die-schmutzigste-bank-deutschlands/).
Das KoalaKollektiv ist Teil eines breiten Aktionsbündnisses, das zur Rettung des Dannenröder Waldes aufruft. Dazu gehören unter anderem mehrere Ortsgruppen von Fridays for Future sowie die Kreisverbände Vogelsberg und Leipzig des BUND.

Pressekontakt KoalaKollektiv: Simone Kühn, +49 163 1330357, mail@koalakollektiv.de

Weiterführende Informationen zum Dannenröder Wald:
https://waldstattasphalt.blackblogs.org/