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Stadt essbar machen. KlimaKneipe mit den „Gemüseheldinnen“

31. January | 19:0021:00

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FRANKFURT ESSBAR MACHEN!
Klimakneipe mit den GemüseheldInnen am 31.1.2022

Im Kampf gegen die Klimakrise gibt es zahlreiche Hebel. Doch wo anfangen?
Beim Essen! So meinen die GemüseheldInnen in Frankfurt. Denn unsere Ernährung macht einen großen Teil unseres ökologischen Fußabdrucks aus.

“Einerseits erzeugt die konventionelle Landwirtschaft Massen an Treibhausgasen durch Kunstdünger, Pestizide und Maschineneinsatz, andererseits werden die Nahrungsmittel bedenkenlos Tausende von Kilometern um die Welt transportiert, bis sie auf unserem Teller landen.“
Die GemüseheldInnen wollen dem etwas entgegensetzen, indem sie eine alternative Art der Essensproduktion wiederentdecken und erkunden: den Anbau an Ort und Stelle, mitten in der Stadt. Das schafft nicht nur Unabhängigkeit von Nahrungsmittelimporten und Großunternehmen, sondern wertet das Leben in der Stadt für alle Bewohner*innen erheblich auf.

Begonnen haben die Gründerinnen Laura Setzer und Juliane Ranck Anfang 2019 in einem verlassenen Garten in der Grünen Lunge am Günthersburgpark; heute umfasst die Initiative 250 aktive Gärtner*innen, die 18 Gärten gemeinschaftlich bewirtschaften. Der Anbau funktioniert nach den Prinzipien der Permakultur: Natürliche Ökosysteme mit ihrer Biodiversität und Vielfältigkeit dienen als Vorbild, auf Agrarchemikalien wird komplett verzichtet.

Langfristiges Ziel der GemüseheldInnen ist es, dass an jeder Straßenecke in Frankfurt Obst und Gemüse wächst, das von den Bürger*innen des jeweiligen Viertels gepflegt und auch geerntet wird. Die sogenannten „PermaKulturInseln“ sollen Begegnungs- und Freizeitorte sein und gleichzeitig die Stadt (zumindest teilweise) ernähren! 
Über ihre Arbeit, über Hintergründe und Visionen sprechen wir in unserer nächsten Klimakneipe mit den Gründer*innen Juliane Ranck und Laura Setzer.
Aktuell arbeiten die beiden an ihrem zweiten Buch zum Thema „Die weibliche Seite der Landwirtschaft“ – einem weiteren zentralen Aspekt von Klimagerechtigkeit.

Weltweit wird Landwirtschaft zur Hälfte von Frauen betrieben, in vielen Ländern des Globalen Südens ist der Anteil deutlich höher (WHO).
Damit sichern sie tagtäglich die Existenz ihrer Gemeinschaften. Insbesondere im Globalen Süden ist ihre Arbeit jedoch von ausbeuterischen Strukturen an der Natur sowie den Frauen selbst geprägt. In zahlreichen Frauenkooperativen weltweit setzten sich immer mehr Frauen entschlossen und mutig zur Wehr, um sich aus unwürdigen Abhängigkeitsverhältnissen von gewinnmaximierenden Konzernstrukturen zu befreien. Von ihrem profunden und detaillierten Wissen wollen die Autorinnen lernen und planen Besuche vor Ort. In ihrem neuen Buch und in unserer Klimakneipe werden sie davon und von dem Kampf der Frauen um landwirtschaftliche Souveränität erzählen.

Wir dürfen gespannt sein!

Hybrid-Veranstaltung: 2G-Plus im Club Voltaire und Online. Zur Onlineteilnahme bitte eine Mail an mail@koalakollektiv.de senden. Der Zoom-Teilnahmelink wird ca. 1 Stunde vor der Veranstaltung verschickt.

Details

Datum:
31. January
Zeit:
19:00 –21:00
Veranstaltungskategorie:

Veranstaltungsort

Club Voltaire
Kleine Hochstraße
Frankfurt am Main, 60313